Schule am Falkplatz – Wir essen gemeinsam vegetarisch

Auf der Suche nach einem geeigneten Umweltprojekt, setzten sich die Kinder zunächst mit den Erkenntnissen zum ökologischen Fußabdruck auseinander. Sie stellten fest, dass 92% der Einwohner in Deutschland Fleischesser sind und nur 8 % sich fleischlos ernährt. Auf diesem Hintergrund hat sich die Klasse in gemeinsamer Abstimmung für das nachfolgende Projekt entschieden. Dieses sollte daher am besten mit den Gedanken der Kinder – wie auf der Präsentation – erklärt werden:

Für den Treibhausgasausstoß ist mehr die Tierhaltung (51%) als die Verkehrsmittel (14%) verantwortlich, es werden enorme Mengen pflanzlicher Nahrung (16 kg) und Wasser (20000 1) für die Erzeugung eines Stück Fleisches benötigt und noch immer werden die meisten Tiere in der Massentierhaltung (98%) gehalten. Diese Zahlen erschrecken. Es ist klar, wer viel Fleisch ist, der sollte immer auch daran denken, dass man hierfür mitverantwortlich ist. Deshalb entschieden wir uns dafür, zweimal in der Woche gemeinsam als Klasse ein vegetarisches Schulgericht zu essen. Was wollten wir damit erreichen? Wir fanden, dass dieses Projekt sehr gut geeignet war, den Fleischgehalt im Essen zu verringern und wir damit die gute Möglichkeit hatten unseren Beitrag zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks zu leisten. Wir wollten außerdem herausfinden, ob das allgemeine eher negative Bild vom vegetarischen Essen stimmte. Mit Hilfe eines selbstentwickelten Auswertungsbogens der Dokumentationsgruppe, stellten wir eine Rangliste der drei besten vegetarischen Schulgerichte des Monats auf. Am Ende sollte ein Projektprodukt entstehen – etwas womit mehr Menschen erreicht werden. Unsere Schule sollte also auch von unserem Projekt profitieren, so dass der positive Beitrag zur Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks auch ein größeres Ausmaß hat. Wir entschieden uns dafür, dass das Siegergericht als Rezept des Monats zum Nachkochen veröffentlicht wird. Hierzu haben wir jede Klasse besucht und darüber informiert. Das Rezept wurde an der Pinnwand unserer Schule ausgehangen und konnte über alle Klassenlehrer an die Schüler verteilt werden. Künftig soll das beste „Schul-Vegi-Gericht“ als Rezept des Monats auf unsere Schulhomepage zum Nachkochen animieren.

Die Präsentation unseres Projektes vor der Schule übernahmen fast alle unserer Klasse. Die Vorstellung der einzelnen Aufgabenbereiche wurden von der Theorie- und Dokumentationsgruppe repräsentiert. Fazit: Am Anfang war es für viele Nichtvegetarier von uns nicht so einfach auf die Fleischgerichte zu verzichten. Je länger wir aber vegetarisch aßen, umso mehr gewöhnten wir uns daran und dieses Essen wurde selbstverständlich. Dass vegetarisches Essen ekelhaft sein soll, konnten wir nicht bestätigen. Wenn wir zusammen vegetarisch aßen, hatten wir irgendwie ein tolles Gefühl mit diesem kleinen Beitrag etwas Gutes für unsere Umwelt zu tun. Nachdem die Projektzeit zu Ende war, überlegten wir, ob wir das Projekt fortführen sollten. Es gab unterschiedliche Meinungen dazu. Die Mehrheit entschied sich für eine wirkliche Nachhaltigkeit und damit essen wir weiterhin zweimal in der Woche vegetarisch und werten die Gerichte im Monat für den ersten Platz aus.