Mierendorff-Grundschule – Das Eisbären Projekt!

Alle 3. und 4. Klassen durchlaufen im Rahmen des Sachunterrichts das Schwerpunktthema Klimawandel. Gestartet haben wir unsere Thematik mit einer großen Plakataktion über den Eisbären. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe, ihre erworbene Lesekompetenz einzusetzen und wichtige Inhalte zusammenzufassen. Dabei stand nicht nur die Lebensweise, das Aussehen, die Fortpflanzung und die Ernährung im Vordergrund. Wichtig bei diesem Projekt war uns die aktuelle Thematik des Klimawandels. Wie waren die Verhältnisse damals in der Arktis und wie sind sie heutzutage. Wodurch kann dieser extreme Temperaturunterschied ausgelöst worden sein oder was haben die Eisbären für Vor- bzw. Nachteile durch die Erderwärmung. Ein großes Thema, nicht nur für unsere 3. und 4. Klässler, sondern auch für die gesamte Mierendorff-Schule. Der Klimawandel geht nämlich jeden von uns etwas an. Nach dieser umfangreichen Recherche kamen tolle Plakate, Vorträge und Erkenntnisse zum Vorschein. Den Kindern ist die Problematik bewusstgeworden, dass der Klimawandel nicht nur Tiere und Pflanzen betrifft sondern auch uns Menschen. Erkenntnisse wie: Die Eisbären sind eng mit den Braunbären verwand. Wenn der Sommer zurückkehrt wandern die Bären wieder nach Norden. Derzeit leben nach Schätzungen weltweit 20.000 bis 25.000 Eisbären. In den 30er Jahren wären die schönen Bären beinahe ausgerottet. Eisbären sind typische Einzelgänger. Ihr Körpergewicht liegt zwischen 150 und 300 kg. Sie können sehr schnell laufen, aber nicht sehr lang, da ihr Fell sie nicht nur wärmt, sondern auch die Wärme prodoziert. Je länger sie laufen, desto mehr erwärmt sich ihr Körper. Sie können am Tag bis zu 80 km laufen. Bei unserem noch laufenden Projekt kamen nicht nur tolle Informationsplakate über den Eisbären heraus, sondern auch Geschichten, die einen zum Nachdenken anregten. Geschichte eines Kindes aus der dritten Klasse: „Die Lage wird für ihn immer bedrohlicher, denn die Eisscholle schmilzt langsam aber sicher dahin. Plötzlich sieht er am Horizont ein Schiff mit dem Namen Tier Zoo. Das Schiff kommt immer näher, plötzlich wird der kleine Eisbär betäubt. Schnell kommt das Schiff und die Menschen tragen den kleinen Eisbären auf das Schiff und fahren den Eisbären in den Zoo. Da wird er in einen Käfig gesteckt. Er wacht auf und fragt sich, wo bin ich? Alle Leute gucken mich an und machen Fotos. Zum Schluss schläft der kleine Eisbär wieder ein“. Für unser Projekt haben wir nicht nur die Tiere der Arktis erkundet, sondern auch die dort lebenden Menschen, die Urökologen Inuit. Wir haben Tiernamen auf der Inuit-Sprache gelernt, wie zum Beispiel Nanuk (Eisbär). Auch die Menschen in der Arktis sind dem Klimawandel ausgesetzt. Nicht nur die wochenlange Dunkelheit Tagsüber, die 24h lang scheinende Sonne im Sommer oder die Einsamkeit bereitet den Bewohnern rund um den Nordpol Probleme. Aber dieses Leben hat Tradition, schon vor gut 5000 Jahren zogen Nomaden aus Asien in die Nähe des Nordpols: die Inuit. Sie leben seitdem im Norden Alaskas, Kanadas und an der West- und Ostküste Grönlands. Dort leben sie oft in kleinen Siedlungen mit ihren Schlittenhunden, den Huskys bzw. Qimmiq. Auch das Klima haben wir in den letzten 100 Jahren untersucht, dabei viel uns auf, dass die Jahresmitteltemperatur in Deutschland 1940 bei 6,6 Grad Celsius lag und bereits 2007 auf 10,0 Grad Celsius anstieg. Diese drastische Klimaveränderung hat der Mensch selbst verursacht – zum Beispiel durch schmutzige Abgase, dir wir Menschen aus Fabrikschornsteinen und Autos in die Luft pusten. Diese Abgase tragen dazu bei, dass es auf der Erde immer wärmer wird. Wir verbrauchen sehr viel Energie für Heizung und Strom, Energie für unsere Autos oder für die Herstellung vielzähliger Produkte die wir im Alltag brauchen. Die Erde heizt ähnlich wie ein Treibhaus in einer Gärtnerei. Dort kommt die Sonnenwärme durch die Fenster herein, aber nicht mehr hinaus. Auf der Erde sprechen die Forscher bei der Erwärmung der Erde von dem so genannten Treibhauseffekt. Folgen wie das Schmelzen des Eises am Nordpol und Südpol, der Anstieg des Meeresspiegels, Trockenheit oder Wirbelstürme und der Anstieg des Meeresspiegels sind nur einige Folgen des Klimawandels. Mit diesem Wissen haben wir uns mit dem Klimawandel in Deutschland beschäftigt. Unsere Winter werden immer milder und es schneit seltener. In den Sommermonaten wird es heißer und es gibt mehr Unwetter. Dies hat nicht nur Folgen für uns Menschen. Tiere- und Pflanzen bekommen den Klimawandel auch zu spüren. Viele Blumen und Bäume blühen schon früher und die Zugvögel kommen früher aus ihrem Winterquartier zurück. Einheimische Vögel ziehen inzwischen überhaupt nicht mehr in den Süden. Der Igel, der Winterschläfen oder die Amsel sind nur einige betroffene Tiere. Es gibt aber auch Pflanzen, wie zum Beispiel Kräuter, die sich leicht an Klimaveränderungen anpassen können. Nicht nur mit den Folgen des Klimawandels haben wir auseinandergesetzt. Welche Alternativen gibt es für Kraftwerke? Was sind erneuerbare Energien. „Erneuerbar“ nennt man diese Art der Energieerzeugung, weil die Energie sich nicht erschöpft. Wie kann man Strom auch anders erzeugen? Windkraft, Wasserkraft, Sonnenenergien, Pflanzen und der Wärme aus der Erde sind tolle und innovative Alternativen, die weiter gefördert und ausgebaut werden müssen. Wer braucht wie viel Energie? Der Verkehr: 28%, die Industrie: 26%, Gewerbe: 16% und unsere Haushalte verbrauchen 30% der gesamten Energie. Eine Energiesparlampe spart im Vergleich zu einer herkömmlichen Glühlampe ungefähr 50 kg CO2 und Elektronische Geräte wie Fernseher, Radio oder Computer nicht im Stand-by-Betrieb sondern ausgeschalten ersparen im Jahr ungefähr 100 kg C02. So sparen wir Strom und schützen die Umwelt: Recyclingpapier nutzen, Licht aus in den großen Pausen, Ausschaltbare Steckdosenleisten in den PC-Räumen, Bewegungsmelder in den Fluren, Thermostatventile, Temperaturen am Wochenende, nachts und in den Ferien senken, Fahrgemeinschaften, Mit dem Rad oder zu Fuß zur Schule kommen. Um die Thematik des Klimawandels für alle zu verdeutlichen, wird die Theater-AG am Ende des Schuljahres ein Theaterstück aufführen. Dieses werden die Schülerinnen und Schüler auch auf der Inselkonferenz (eine Informationsveranstaltung für interessierte Bewohner des Mierendorff-Kiez) aufführen. Zudem wird unsere Schule einen Informationsstand mit der Problematik des Klimawandels haben, an diesem können Interessierte sich von Schülerinnen und Schülern zur aktuellen Thematik informieren. Gerade beschäftigen wir uns mit dem Erstellen eines Klimalexikons, in diesem werden Fachwörter von Kindern für Kinder erklärt. Dieses soll demnächst auch bei uns auf der Homepage zu finden sein. Dieses Jahr bietet die Lernwerkstatt erstmalig eine Umweltschul-AG an. In dieser arbeiten wir mit den Materialien der Senatsverwaltung für Städteentwicklung und Umwelt. Energie und Klimaschutz in Schulen bietet eine Vielzahl an interessanten Projekten: Klimaschutz kann jeder. Schon auf dem Schulweg könnt ihr das Klima schützen, indem ihr zu Fuß geht, Fahrrad, Bus oder Bahn fahrt… gerne arbeiten wir auch mit den gesponserten Koffern der BSR, eine Mülltour in Mozart – Zwei Feger im Dienst, „Abfall – ein Fall für alle“ oder den Lernstationen Abfalltrennung. Aber wir packen auch mit an, wir ziehen regelmäßig in die Parkanlagen rund um unsere Schule und sammeln dort Müll, trennen diesen und entsorgen ihn. Dieses Angebot am Nachmittag ist sehr beliebt bei unseren Schülerinnen und Schülern. Nach erfolgreichem Bestehen der AG werden die Kinder zu den Umweltdetektiven der Mierendorff-Schule ausgezeichnet, was auch in ihrem Zeugnis vermerkt wird. Eine weitere Aufgabe für unsere Experten ist es ihr erworbenes Wissen anderen weiterzugeben. Ein weiteres und sehr beliebtes Angebot ist die Meerschweinchen und Tierpfleger-AG. Die Kinder werden zu Experten für unsere Schulmeerschweinchen ausgebildet. Sie lernen dort alles rund um die Pflege der Tiere. Was fressen sie? Woher kommen Meerschweinchen? Wie alt wird so ein Meerschweinchen? Und viele weitere Fragen werden in dieser AG beantwortet. Die ausgebildeten Tierpfleger betreuen die Meerschweinchen-Hofpause und leiten die neuen interessierten Kinder an. Geleitet und betreut wird diese AG von unseren beiden Bundesfreiwilligen. Die Schulgarten-AG ist auch ein Angebot der Lernwerkstatt. In dieser haben die Schülerinnen und Schüler die Chance, Pflanzen zu ziehen, sie beim Wachsen zu beobachten, sich um diese zu sorgen und später in das Schulbeet auszupflanzen. Wir erhoffen auch dieses Jahr eine reiche Ernte von Tomaten, Kürbissen, Paprikas und Kartoffeln. Ständige Renovierungs- und Sanierungsarbeiten der Hochbeete und der Zäune rund um den Schulgarten stehen auch auf der Aufgabenliste. In der Schulhund-AG ist unser Schulhund Luzie der Star. Es dreht sich alles um sie. Zudem beschäftigen wir uns mit Thematiken rund um den Hund. Wie viele Hunderassen gibt es? Was frisst ein Hund? Muss ein Hund zum Arzt? Und viele weitere Fragen klären wir in der Schulhund-AG. Wir üben mit Luzie Kommandos, gehen mit ihr Gassi, toben mit ihr oder schmusen einfach eine Runde. Luzie hat auch einen Instagram Account und hat bereits über 200 Follower (Schulhund_Luzie). Eine sehr umweltfreundliche AG leitet unsere Künstlerin Anna Adam. In alt macht neu lernen unsere Schülerinnen und Schüler auf spieleirische und experimentelle weise, dass man nur einen winzigen Bruchteil des täglichen Abfalls wegwerfen muss. Sie finden in der Lernwerkstatt eine Vielzahl von Verpackungsmaterialien, Schrauben, Paletten und viele andere Dingen die nicht mehr gebraucht werden und bauen daraus hochwertige Geschenke, Spielzeuge und Gebrauchsgegenstände. Dadurch verändert sich ihr Blick auf ihre Umwelt und sie tragen ihre neu erworbenen Kenntnisse weiter. Durch diese AG wird der Blick der Kinder geschärft und die Wertschätzungen der Gegenstände verbessert. Sandklaffmuschel , Herzmuschel, Amerikanische Bohrmuschel, Miesmuschel sind nur einige Muschelarten die wir in der Wattenmeer-AG erforschen. Der Strand und das Meer sehen an der Nordsee nicht den ganzen Tag gleich aus. Sie sind abhängig von den Gezeiten (Ebbe und Flut). Große Flächen des Wattenmeers sind bei Ebbe trocken und bei der Flut von Wasser überspült. Das Wattenmeer gehört zu Dänemark, Deutschland und den Niederlanden. In dieser AG möchten wir den Kindern auch die Problematik der zunehmenden Meeresverschmutzung aufmerksam und bewusstmachen. Dieses Jahr fährt die Wattenmeer-AG auf die Nordseeinsel Amrum. Am 28.05.2018 geht die große Reise schon los und alle sind schon ganz aufgeregt, dass Weltnaturerbe Wattenmeer zu erleben. Wir werden euch auch dieses Jahr mit einem Wattenmeer Blog auf unserer Homepage auf dem Laufenden halten.