Katholische Schule St. Marien – Frischer Wind für den Kohleausstieg

Unsere Schule ist die Kath. Schule St. Marien. Das besondere unserer Schule ist, dass sie zwei Schularten unter einem Namen vereint. So gehören zur Kath. Schule St. Marien ein Gymnasium und eine ISS. Da unsere Schule Partnerschule des bischöflichen Hilfswerks Misereor ist, gehört es zu unserem Profil uns für eine gerechtere Welt einzusetzen. Wir versuchen im Unterricht und in einzelnen Projekten den Schüler/innen die Wichtigkeit von nachhaltigem Handeln zu vermitteln. Aus diesem Grund haben wir auf Anfrage der Organisation „Klima Allianz“, einer Partnerorganisation von Misereor trotz Platzproblemen, da wir zurzeit keine Turnhalle haben, gerne das Tanzprojekt „Frischer Wind für den Kohleausstieg“ durchgeführt. Es sollten etwa 100 Schüler/innen an dem Tanzprojekt beteiligt sein, so haben wir nachgefragt und es haben sich zwei Klassen aus der ISS (9a und 9c) und zwei Klassen aus dem Gymnasium (9Ga und 10Gb) beteiligt. Die Klassen wurden nicht bestimmt, sondern die Klassenlehrer/innen fragten, ob sie Interesse hätten, an dem Projekt mitzumachen. Es waren dann insgesamt 109 Schüler/innen, die vor dem Reichstag am 19. Oktober 2017 bei schönstem Wetter vor dem Reichstag für den Klimaschutz tanzten. Mit der Aktion vor dem Reichstag sollten die Politiker, die zu den Jamaika-Sondierungsgesprächen zusammensaßen, an die Wichtigkeit eines schnellen und sozial gerechten Kohleausstiegs erinnert werden. Obwohl die Aktion in der Mittagspause stattfand, kamen nur wenige Politiker/innen. Aber die Menschen, die vor dem Reichstag waren, schauten interessiert zu. Die Tanzaktion fand Beachtung bei einigen Medienvertretern und so kam letztendlich sogar in den Abendnachrichten des Bayrischen Rundfunks ein Bericht. Im Folgenden eine Auswahl von Links, die zeigen, dass das Projekt eine gewisse Außenwirkung erreicht hat.

  • (www.br.de/mediathek/video/sendungen/nachrichten/sendung-vom-19192017_x-102.html) Der Link es BR ist leider nicht mehr aktiv.
  • Es gab einen Bericht im „Neues Deutschland“(neues-deutschland.de/artikel/1067517.tanzaktion-fuer-kohleausstieg-vor-reichstag.html)
  • und im Liveticker der „BZ-Berlin“(www.bz-berlin.de/liveticker/woruer-tanzen-sie-denn)
  • Außerdem gibt es ein Youtube Video, welches die Organisation „Klima-Allianz“ eingestellt hat (www.youtube.com/watch?v=iEXhY6CJM50)

Die Organisation Klima Allianz hatte uns den Choreographen Volker Eisenach, ein Choreograph der Dancecompany FTL, vermittelt und dieser entwickelte mit den Schüler/innen gemeinsam eine Choreographie zum Kohleausstieg. Die Schüler/innen hatten zuvor noch keine tänzerische Erfahrung, was Herrn Eisenach auch wichtig war. Vor den ersten Proben wurde das Thema mit den einzelnen Klassen im Unterricht erarbeitet. In den Fächern Geographie und Religion wurde über den Kohleabbau und die Folgen der Verkohlung für die Natur und die Menschen informiert. Die Schüler/innen wurden aufgefordert sich in Gruppen selbstständig zu überlegen, wie man das Lebensgefühl von Menschen, die Kohle abbauen, tänzerisch darstellen kann. Diese von den Schüler/innen entwickelten Tanzelemente zeigten die schwere Arbeit und die Belastung durch die schlechte Luft. Diese wurden in eine die einzelnen Situationen verbindende Choreographie eingearbeitet. Diese Elemente wurden mit einer getragene Musik unterlegt. Danach wechselte nach einer kurzen Pause die Musik und die Schüler/innen zeigten in ihrem Tanz eine Befreiung, wie sie nach dem Kohleausstieg sein könnte, durch die saubere Luft und die Verbesserung der Lebensbedingungen. Auch hier konnten die Schüler/innen einzelne Elemente selbst entwickeln, die ihnen für dieses Lebensgefühl passend schienen. Es entstand so ein Tanzprojekt, mit dem sich die Schüler/innen identifizieren konnten, da ihnen das Thema am Herzen lag und ihnen viel Raum zur eigenen Gestaltung gelassen wurde. Hierzu waren mehrere mehrstündige Proben erst für die einzelnen Klassen und dann für alle vier Klassen gemeinsam vorgesehen. Die Klassen probten im Saal der Schule, in einer nahegelegenen Sporthalle und im Gemeindesaal der Pfarrgemeinde St. Richard.