John-Lennon-Gymnasium – Biodiversität fördern

Wir, die Umwelt-AG vom John Lennon Gymnasium, haben uns dieses Jahr entschieden unseren Schwerpunkt auf die Förderung der städtischen Biodiversität zu legen. Doch – was hat das mit Klimaschutz zu tun? Auf der Webseite des Bundesamts für Naturschutz kann man folgendes lesen: „Die biologische Vielfalt und das Klima sind eng miteinander verbunden und beeinflussen einander gegenseitig. Der Naturschutz hat daher die Aufgabe, Ökosysteme intakt zu halten oder zu renaturieren, die durch Kohlenstoffspeicherung und -aufnahme das Klima schützen.“[1]

Da das Wachstum von Pflanzen und die damit einhergehende Speicherung von Kohlenstoff im Boden sehr wichtig für die terrestrische Kohlenstoffspeicherung ist, haben wir uns dieses Jahr für Projekte entschieden, die das Pflanzenwachstum und die Artenvielfalt in der Stadt fördern.  Zum einen haben wir neun Hochbeete aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz in unserem Schulhof gebaut. Eines davon wird als Laubkompost genutzt und die anderen haben wir mit Erde befüllt. Sie sollen jetzt im Frühling bepflanzt werden. Geplant ist zum Teil der Anbau von Gemüse und Obst für den eigenen Verzehr. Davon wird zwar nicht die Schule – nicht einmal die Umwelt-AG – satt, trotzdem erhöhen wir dadurch den Pflanzenbewuchs und den Bodenanteil in unserem Schulhof und somit die Biodiversität, außerdem pflanzen wir dann Nahrung in der Stadt an und vermeiden so lange umweltschädliche Transportwege von Essen. In einigen Hochbeeten verfolgen wir ein anderes Ziel: hier wollen wir insektenfreundliche Pflanzen wie, Katzenminze, Weidekätzchen, Sommerflieder oder Bärlauch pflanzen. Warum? Das  aktuelle  Insektensterben ist ein wichtiges Thema und da Insekten eine entscheidende Rolle im Ökosystem spielen und für das Wachstum und die Fortpflanzung von Pflanzen entscheidend sind, wollen wir die städtische Biodiversität fördern indem wir das Leben von Insekten im Schulhof ermöglichen. Außer den Hochbeeten mit Insektennahrung bauen wir 2 Insektenhotels, von denen eines beweglich sein wird, das andere wird an einer Wand befestigt. So fördern wir die Biodiversität, indem wir Insekten einen Lebensraum, eine Nahrungsquelle, Brutstätte und eine Überwinterungsmöglichkeit bieten. Weitergedacht dienen diese Insekten auch als Nahrungsquelle für zum Beispiel Singvögel und andere Räuber und sind dadurch auch wichtig für das Leben dieser teilweise bedrohten Arten. Außerdem tragen Bienen und andere Insekten durch Bestäubung dazu bei, dass die Pflanzen sich vermehren. All das hängt wie oben bereits erwähnt auch mit Klimaschutz zusammen.

Ein weiteres Projekt führen wir aus den letzten Jahren weiter – nämlich den Fahrrad-Tag. Bei großer Beteiligung würden wir ihn gerne auf einmal im Monat ausweiten. Dies würde etwas zum Klimaschutz beitragen, da beim Fahrradfahren keine Stickoxide ausgestoßen werden. Auch das kann wiederum indirekt das Leben von Pflanzen und Insekten schützen und fördern, weil die in Abgasen vorkommenden Stickoxide die Duftstoffe der Blüten eindämmen, sodass die Bienen nicht zu den Blüten finden, um sie zu bestäuben. Deshalb sterben Pflanzen, weil sie sich nicht fortpflanzen können. Diese drei Projekte haben wir dieses Jahr ausgewählt, weil sie die Biodiversität in unserem städtischen Ökosystem fördern und so auch dem Klimaschutz dienen.

Quellen: